| Wolfgang
Weber - reportagen, fotografie und film
Wolfgang
Weber, geboren 1902, hat über vier jahrzehnte als fotojournalist
für deutsche zeitschriften und seit 1964 bevorzugt als
dokumentarfilmproduzent für das fernsehen gearbeitet
und diesen bereich in deutschland wesentlich mitgeprägt.
er gehört wie Erich Salomon, Tim Gidal, Walter Bosshard,
Otto Umbehr, Martin Munkacsi oder Felix H. Man zu den mitbegründern
des deutschen bildjournalismus, die seit 1928 das bedürfnis
der menschen nach bildern und informationen stillten. sie
erstatteten bericht über aktuelle ereignisse und gegebenheiten
und hielten die bereiche des lebens in fotografien fest, die
für eine vielzahl von menschen in der gesellschaft unerreichbar
blieben. sie zeigten mit ihrem blick durch die kamera einen
ausschnitt der welt und machten das unbekannte für den
leser erfahrbar. In der form von zum teil mehreren aufnahmen
in einer serie mit erläuternden bildunterschriften schufen
sie eine der zeit gemässe nachricht, die den technischen
möglichkeiten und dem bedürfnis der bevölkerung
entsprach. repräsentativ für die moderne bildberichterstattung,
deren beginn maßgeblich von deutschland ausging, waren
z.B. die Berliner Illustrirte Zeitung (gegr. 1890),
Die Woche (1899) und die Münchner Illustrierte
Presse (1923). für diese zeitungen waren fotografen
wie Erich Salomon, Wolfgang Weber und Felix Man tätig.
Wolfgang
Weber reiste durch die ganze welt und berichtete über
eine vielzahl von themen. als dokumentarfilmproduzent verband
es sein interesse für fremde länder mit einem z.t.
politischen ansatz und portraitierte z.b Jassir Arafat, Ben
Gurion und Haile Selassie.
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