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die
fotografischen arbeiten von Katlen Hewel und Telat Cengiz beschäftigen
sich auf unterschiedliche art mit dem menschlichen körper. dabei
steht das rein darstellende, portaithafte im hintergrund.
Katlen Hewel, deren arbeiten zum ersten mal in größerem umfang
ausgestellt werden, nimmt mit ihrer kamera kunstwerke mit figurativen
themen (z.B. skulpturen oder gemälde) auf. anschließend erstellt
sie ein dia der jeweiligen aufnahme und projiziert und positioniert diese
auf eine reale, nackte menschliche körperpartie, die somit zur projektionsfläche
wird. die erzeugte situation fixiert sie erneut mit der kamera, wodurch
beiden bildebenen auf dem fotopapier verschmelzen. aufgrund dieser sehr
geschickt arrangierten verschmelzung nimmt der betrachter projektionsfläche
und diaprojektion auf den ersten blick als einen existenten körper
wahr, erkennt aber bei genauerem hinschauen leichte unstimmigkeiten im
inszenierten bildgefüge.
Telat Cengiz gebraucht die kamera als subtiles aufzeichnungsinstrument.
er hält menschen und körper in bestimmten, am rande der gesellschaft
existenten lebenssituationen fest. obwohl die aufnahmen von dokumentarischem
charakter sind, überschreitet der künstler die grenze dieser
speziellen richtung in der fotografie. er zeigt in ausgewählten bildausschnitten
teilweise entblößte körper junger frauen, die einerseits
erotisch anmuten, andererseits aber auch spuren der verletzbarkeit und
gewaltanwendung sichtbar machen. so wird ein spannungsverhältnis
zwischen leidenschaft und aggression geschaffen, das sich für den
betrachter durch mehrere arbeiten in unterschiedlichen präsentationsformen
(eine ca. 1,40m x 2m großen s/w-computerausdruck und ein album mit
12 farbfotografien) erschließt. die arbeiten stehen in einem gesellschaftlichskritischen
kontext, den der künstler in seinen bildern zu verbergen weiß.
Katlen Hewel begann
ihre studium an der kunstakademie in düsseldorf in der fotoklasse
von Bernd Becher und setzt es dort bei Thomas Ruff fort.
Telat Cengiz studiert
im letzten jahr bei Hermann Nitsch an der frankfurter städelschule
und nutzt neben der fotografie auch andere medien, die malerei, zeichnung
oder video um seine ideen künstlerisch umzusetzen.
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