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ausstellung entstand im rahmen einer von der kunstabteilung der
dresdner bank organisierten, zweijährigen ausstellungsreihe
mit dem übergreifenden titel 'mobilität'. im rahmen dieser
reihe werden verschiedene kuratoren eingeladen künstlerpräsentationen
zu realisieren.
mobilität
ist ein sehr allgemeiner begriff und erst wenn man sich auf ihn
einläßt und überlegt, was er alles beinhalten kann,
überschreitet man recht schnell die grenzen der naheliegenden
bedeutung - das sich ein kunstwerk bewegen oder bewegung darstellen
muß.
bezogen auf das fotografische medium, das aufgrund seines charakters
eher unbeweglich ist, kann uns betreffend der mobilität schnell
der aspekt des reisens mit der kamera in den sinn kommen.
die ausgewählten
fotografinnen sind beide als künstlerinnen und bildreporter
tätig. das bedeutet, sie sind beide im doppelten sinne mobil:
1. die reise für eine reportage, man ist unterwegs, fährt
an einen anderen, fremden ort; 2. die reportage, der bereich innerhalb
der fotografie, in dem der aufnehmende am schnellsten reagieren
und beweglich sein muß, will er den besonderen augenblick
festhalten.
die beiden
hier vorgestellten fotografinnen veröffentlichen ihre bilder
in zeitschriften. dennoch sind die gezeigten aufnahmen als eigenständige
und künstlerische arbeit zu sehen.
eva häberle
zeigt bilder von vier verschiedenen busreisen, die sie kreuz und
quer durch europa unternommen und durch den subjektiven blick dokumentiert
hat.
tina ruisinger bewegt sich an einem ort an der atlantikküste
von new york, zwischen brighton beach und coney island. der weg
an sich spielt keine rolle. mehr die reise in eine andere welt,
so nah an dem stadtdschungel der amerikanischen metropole. die bilder
lassen uns an eine andere zeit denken, was mit den empfindungen
der fotografin zu tun, die an diesem ort an die vergangenheit denken
mußte, denn dort haben sich einige dinge seit jahrzehnten
nicht geändert. |