| WALTER
DAHN FILM UND VIDEO
ein projekt im
museums für moderne kunst frankfurt am main
04.06. - 24.06.2000
im alten hauptzollamt (gegenüber des mmk)
eröffnung 03.06.2000 19-22 uhr / finissage 24.04.2000
ab 19 uhr mit Walter Dahn
Walter Dahn malt,
zeichnet und fotografiert seit seiner studienzeit bei Joseph
Beuys in den siebziger jahren. alle drei bereiche haben immer
kontinuierlich nebeneinander existiert. Dahn interessiert
sich nicht für ein spezielles medium und legt sich auf
dieses fest, wodurch er in der ausdrucksweise sehr frei bleibt.
seit mehreren jahren gebraucht er die videokamera als zusätzliches
werkzeug zur umsetzung seiner künstlerischen Ideen. die
bisher entstandenen arbeiten dauern von der eigentlichen bildsequenz
selten länger als einige minuten, zum teil nur wenige
sekunden. sie sind für eine sich immer wiederholenden
präsentationsform (videoloop) angelegt, d.h. Walter Dahn
nimmt ein bewegtes bild auf und setzt dieses in gleichbleibender
oder auch variierender folge mehrmals hintereinander. die
schnittechnik ist für den betrachter kaum spürbar
und durch das sanfte aus- und einblenden erhalten die bilder
einen gleichmäßigen fluß, den das auge als
sehr angenehm empfindet.
Walter Dahns videoarbeiten besitzen trotz des einsatzes der
filmenden kamera etwas sehr fotografisches. nicht nur durch
die kürze der einzelnen sequenzen, sondern auch in der
art der motivwiedergabe. er nutzt verschiedene tempi, u.a.
die extreme zeitlupe, wählt einen gleichbleibenden ausschnitt,
ein bild (das sich im unterschied zur statischen fotografie
lediglich bewegt), und hält diesen in s/w oder bräunlich
gefärbt -in anlehnung an alte fotografien- fest. mit
seinen arbeiten erzeugt Walter Dahn eine spannung zwischen
den zwei verschiedenen medien, und stellt eine verwandtschaft
dar. er löst sich von den strengen grenzen der gattungen,
was auch in seinen fotografien deutlich wird, von denen viele
einen malerischen charakter besitzen. man spürt, daß
sich der künstler weder auf ein spezielles ausdrucksmittel,
noch auf die damit verbundene, spezifische technik festlegen
will. vielmehr gebraucht er die kamera ähnlich einem
malenden pinsel oder zeichnenden bleistift.
wie mit dem fotoapparat nimmt er dinge auf die ihm begegnen,
wobei er nichts wirklich der zufälligkeit überläßt
und die einzelnen bilder genau auswählt. diese sind voller
poesie, melancholie, sensibilität und schönheit.
sie sind einfach und besitzen keinen präzisen aufbau.
die geschichte erzählt sich in einem kurzen moment, oder
sie bleibt für den betrachter unergründlich.
das museum für
moderne kunst zeigt im alten hauptzollamt eine installation
von 7 verschiedene videoarbeiten, die auf monitoren gezeigt
oder direkt auf die wand projiziert werden.
die eröffnung und finissage wird Walter Dahn begleiten.
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