|
mu a zi kyong ist eine
koreanische redewendung, die dort in den unterschiedlichsten situationen
benutzt wird. sie umschreibt einen zustand, des sich-vertiefens oder -vergessens
und steht in direktem bezug zu buddhistischem gedankengut.
es handelt sich um eine interaktive video-klang-iInstallation. das werk
ist in zusammenarbeit mit einem komponisten, einem cellisten, sowie einem
programmierer realisiert worden. der komponist schrieb eine musik für
solo-cello; eine musik mit einer ausserordentlichen dynamik bis hin zum
exstatischen klangbild. diese komposition basiert auf einer modulstruktur
und ist so konzipiert, dass sich einzelnen sequenzen abrufen und kombinieren
lassen, ohne dass der zuhörer einen bruch in der musikalischen struktur
wahrnehmen kann. die videoaufnahmen zeigen eine makroartige betrachtung
der hände des cellospielers. bildfüllend, mit nur geringer tiefenschärfe
bewegt sich die aufnahme ständig zwischen konkretem realismus und
abstraktion und verstärkt das emotionale empfinden des betrachters.
die musikmodule, immer in verbindung mit den entsprechenden bildern, sind
so programmiert, dass die dynamik der musik mit der jeweiligen besucherzahl
korrespondiert; konkret bedeutet das: je mehr besucher den raum betreten,
desto exstatischer wird das klangbild. analog zur anschwellenden musikebene
erscheint auch die videoaufnahme zunehmend abstrakter. die dynamik wird
konsequent durch die eintretenden besucher gesteuert, aber zusätzlich
wird die programmierte modulstruktur auch vom zufall beeinflusst, so dass
sie sich nicht ständig wiederholt.
|
|
|