"Ich bin was Besonderes".
Dieser Satz wird in der barocken Umgebung des Schloss Solitude
von einer höfischen Dame im Rokokogewand gesungen, auf der
Schlosstreppe antwortet ihr ein Polizeichor. Es entsteht ein monotoner
und grotesker Wechselgesang, der in der ständigen Wiederholung
etwas Neurotisches bekommt. In der Reduk-tion auf zwei Kameraeinstellungen,
die streng den beiden Achsen der barok-ken Architektur folgen,
wird dieser Eindruck noch verstärkt. Dabei bildet die erste
Einstellung einen Prolog, in dem ein Kind in die absurde Szenerie
einführt. Am Ende bricht das Banale in die artifizielle Anspannung
erlösend und zugleich ironisch ein. Isabel
Herda
regie
Corinna Schnitt
filmmusik
Mark Randall Osborn
sängerin
Dagmar Würthen
chor
Polizeichor Saarbrücken
darstellerin
Lilian Heere
kamera
Justyna Feicht
steadycam-operator
Jörg Süß