auf der dachterrasse eines
hauses steht eine junge frau und schüttelt ohne unterbrechung
ein kleidungsstück aus. dazu hört man eine weibliche
stimme, die über frisch gewaschene anziehsachen "philosophiert".
dass darüber schon mal eine beziehung in die brüche
gehen kann, nimmt sie in kauf: "das ist sozusagen eine maxime
von mir, dass ich keinen mann will, der seine wäsche in den
trockner tut. In einem trockner vermischt sich ja direkt alles
mögliche." als dokumentation getarnt und mit einem listigen
arrangement, das den zuschauer am ende mit einer überraschenden
wendung konfrontiert, inszenierte filmemacherin Corinna Schnitt
mit einfachen mitteln und viel witz einen kurzfilm, der geschickt
die sehgewohnheiten unterläuft und in oberhausen mit dem
"3sat-förderpreis" ausgezeichnet wurde.
regie / darstellerin
Corinna Schnitt